Kinderstube Travemünde e.V.

Steenkamp 32b
23570 Lübeck
Tel.:
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Fax:
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Unsere pädagogischen Schwerpunkte

Die Vielfältigkeit der pädagogischen Ziele hat uns veranlasst, uns mit den Schwerpunkten unserer Arbeit zu befassen, die für uns einen hohen Stellenwert in unserem Erziehungsauftrag beinhalten.

1. Gesundheitsförderung

Das gesunde Aufwachsen der Kindergartenkinder ist uns ein zentrales Anliegen. Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung für Bildungs- und Erziehungserfolge in der Kita.

Wir haben viele Handlungsfelder, in denen gesundheitsförderndes Verhalten vorgelebt und gelebt werden kann. Dazu gehören Gesundheitsthemen wie Bewegung, Ernährung, Entspannung und Körperwahrnehmung. Diese werden täglich in die Arbeit integriert.

2. Umweltbewusstsein

Die Umwelt zu schonen und mit unserem Verhalten dies zu beeinflussen ist ein Schwerpunkt, der auf den 1. Punkt, der Gesundheitsförderung aufbaut. Die Kinder werden angehalten, mit Ressourcen sparsam umzugehen (z.B. Wasser).

Sie werden angeleitet, ihren Müll zu trennen, mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen, Dinge zu reparieren, anstatt sie weg zuschmeißen oder mit Materialien sparsam zu arbeiten.

3. Kreativität und Fantasie

Kreativität bedeutet, fantasievolle und schöpf­erische Ideen zu haben und diese zu gestalten. Es ist eine Entdeckungsreise spielerisch und experimentell.

Fantasie ist ein geistiges Bild, eine Vorstellung, die für Andere nicht sichtbar, nicht fassbar ist. Erst Kreativität gibt unserer Fantasie Gestalt. Kreativität ist eine der wichtigen Form des Kin­des sich auszudrücken, einem Gefühl Ausdruck zu verleihen.

Wir geben keine Farben, Strukturen vor und deuten keine Kinderzeichnungen. Die Kinder können sich zu ihren Bildern / Zeichnungen äußern, wenn sie es wollen. Das Bemühen und die Fertigkeiten, die das Kind in das Bild inves­tiert werden von uns unterstützt. Sichtweisen und Deutungen der Erwachsenen werden dabei rausgelassen.

4. Gefühle leben

Gefühle wie Zärtlichkeit und Wut, Trauer und Freude, Angst und Hoffnung, Ärger und Sorge sind wesentlicher Ausdruck des Menschen.

Kinder können ihre Gefühle direkt und körper­lich ausdrücken (stampfen mit dem Fuß, streicheln eines Tieres, steif werden vor Ab­wehr). Sie setzen ihre Gefühle in körperliche Bewegung um und zeigen uns, wie eng Gefühl und Körper zusammengehören.

Unser Ziel ist es, alle Gefühle der Kinder ernst zu nehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Gefühle zu verstehen. (Warum ärgert es mich, wenn Michel mein Turm kaputtmacht? Warum bekomme ich Angst, wenn ich allein bin? Warum werde ich traurig, wenn mein Lieblingsspielzeug verlorenging?)

In unserer Arbeit ist es uns wichtig, die Gefühle der Kinder nicht „wegzutrösten“, sie abzuwerten oder zu ignorieren.

Da Gefühle Bewegungen des Körpers sind, heißt es, sie ausdrücken zu dürfen. Wir möchten vermeiden, dass sie körperlich unterdrückt und zurückgehalten werden, da dies zu Muskelverspannungen oder anderen körperlichen Symptomen führen kann.

Der Kindergarten soll die Möglichkeit bieten:

5. Hilfe zur Selbsthilfe

Die Unterstützung einer Erzieherin darf jedes Kind sich jederzeit einholen bzw. einfordern. Unser Bestreben ist es, den Kindern ein „Grundgerüst“ bei der Bewältigung von Konfliktsituationen, mitzugeben.

Die Kinder werden angeleitet, ins Gespräch zu kommen, sich direkt anzusprechen, ihre Gefühle zu äußern und den Wunsch, der hinter dem Konflikt steht klar auszudrücken. Gegenseitiges Ernstnehmen, aussprechen lassen, einen gemeinsamen Lösungsweg finden und damit neue Erfahrungen zu machen, verhelfen den Kindern zu dem Gefühl, es allein geschafft zu haben.

Wir trauen es Ihrem Kind zu!

6. Partizipation und Selbstverantwortung

Partizipation (Teilnahme) ist ein selbstverständliches Recht von Kindern. Dies zu akzeptieren heißt, wahrzunehmen, dass Kinder eigene Gedanken, Entscheidungen und eigenes Verhalten entwickeln.

Wir können ihnen Partizipationsmöglichkeiten bieten, ihre Autonomie stärken, ihre Kompetenzen herausfordern und einen Ort bieten, an dem sie mitbestimmen und entscheiden können (Mahlzeiten, Veranstaltungen, Regeln des Zusammenlebens, Gestaltung der Räume und Programme/ Projekte im Kindergarten).

Jedes Kind, wie auch jede Erzieherin hat aktiven Anteil an der Vielfalt, die das Netzwerk im Kindergarten in Bewegung setzt.

Den Kindern wird ermöglicht, sich

7. Fit für die Schule

Die Erarbeitung zur Vorbereitung auf die Schule, ist die gemeinsame Aufgabe von Familie, Kindertagesstätte und Grundschule.

Für Kinder stellt sich das Ziel ein Schulkind zu werden, als eine zentrale Entwicklungsaufgabe dar. Das Erreichen ein „Maxi“ zu sein, lässt die Kinder in der „Kindergartenhierarchie“ enorm aufsteigen.

Das Verständnis von Schulfähigkeit hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Eine allgemein gültige Definition gibt es nicht. Es darf also nicht einseitig darum gehen, das Kind für den Eintritt in die Schule fit zu machen, sondern auch die Schule hat die Aufgabe, „kindfähig“ zu sein.

Zwischen den Grundschulen (Schule am Meer und Stadtschule) und der Kinderstube besteht ein Kooperationsvertrag, aus dem Zielsetzungen und Übergänge genau verankert und erarbeitet werden.

In der gesamten Kindergartenzeit werden die Kinder nicht nur Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernen, die auf schulspezifische Anforderungen vorbereiten, sondern auch Basiskompetenzen entwickeln, die von maßgeblicher Bedeutung für die Bewältigung des Übergangsprozess (Kindergarten / Schule) sind. Diese Kompetenzen teilen wir in die emotionale, soziale, motorische, kognitive und sprachliche Kompetenz ein.

8. Sexualerziehung

Sexuelle Bildung von Anfang an. Wir verstehen unter einer Sexualerziehung bzw. sexuellen Bildung folgendes: Eine gelungene Sexualerziehung sollte dem Kind von Geburt an ein positives Gefühl, eine positive Einstellung zum eigenen Körper vermitteln.

Geborgenheit, Vertrauen, Körperkontakt und schöne, sinnliche Erlebnisse und Erfahrungen bilden die Basis für die spätere Beziehungs- und Liebesfähigkeit eines jeden Menschen.

An Hand dieser Beispiele zeigen wir auf, wo kindliche Sexualität im Kindergarten gelebt wird:

Eine sexualfreundliche Erziehung bezieht alle Sinne mit ein und ist ein wichtiger Bestandteil sozialen Lernens. Wir haben die Möglichkeit, ihre Kinder in ihren altersentsprechenden Ausdrucksformen zu verstehen, zu fördern, zu begleiten und zu unterstützen.

9. Integration

In unseren integrativen Kindergartengruppen leben, spielen und lernen Kinder mit und ohne Handicap miteinander. Die Kinder werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und in ihrem Bildungsprozess gleichsam unterstützt. Für jedes Kind sind hierfür ein geborgener und geschützter Raum und wir als verantwortungsbewusste, aufmerksame Begleiter von derselben elementaren Bedeutung.

Kinder mit Handicap haben die gleichen Bedürfnisse nach Bewegung, Sinneserfahrung, Kontakt, Zuwendung, Nahrung, Ruhe oder Aktivität wie alle anderen Kinder. Unterschiedlich ist oft die Art und Weise, wie sie ihre Bedürfnisse äußern können und welche zusätzlichen unterstützenden Fördermaßnahmen wir ihnen geben können.

Wenn wir Kindern ein gemeinsames Aufwachsen in unserem Kindergarten ermöglichen, können Sie frühzeitig mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Entwicklungsverläufen anderer Kinder in Berührung kommen.

Kinder mit Handicaps erleben das selbstverständliche Gefühl dazu zu gehören. Wir verlieren unsere Scheu und Unsicherheit.

10. Unser Bildungsauftrag

Erfolgreich starten – ein Gesamtkonzept für die frühe Bildung. 2005 startete bundesweit die Kampagne „Erfolgreich starten“. Sie hat das Ziel, die Qualität der frühen Bildung in Grund­schulen und Kindertageseinrichtungen zu ver­bessern und aufeinander abzustimmen. Wir unterstützen diesen Gedanken sehr und möchten bei der Umsetzung dieses Konzeptes aktiv teilnehmen.

Kinder wollen lernen, sie kommen auf die Welt mit dem Hunger nach Wissen und Begreifen. Sie stellen Fragen und suchen nach Antworten, machen über ihre Sinneserfahrungen und ihr Handeln ein Bild von der Welt, entwickeln innere Strukturen, auf denen alles spätere Denken und Fühlen aufbauen wird.

„Aneignung von Welt“ ist eine Aktivität der Kinder, die niemand für sie übernehmen kann. Bildung ist also keine nur von den Erwachsenen ausgehende Aktivität, sondern muss in letzter Konsequenz als Selbst- Bildung beschrieben werden.

In der Kindertagesstätte geben wir Impulse (durch eine Frage, durch Material, durch eine Problemstellung, durch ein Thema).

Unsere Rollen in diesem wichtigen Bereich sehen wir folgendermaßen:

Impulse sollen das Kind/ die Kinder herausfordern, aber nicht überfordern. Es sollen eine Aufmerksamkeit und ein erhöhter Energieeinsatz des Kindes folgen, damit ein Lernzuwachs möglich ist. Voraussetzungen dafür schaffen wir, indem wir sie aufmerksam beobachten, Verhaltensweisen, Bedürfnisse, Anliegen, Fragen und Aussagen dokumentieren und evaluieren.

Ein regelmäßiger Austausch zwischen Eltern / Schule / Kindertagesstätte kann diesen Prozess für die Kinder positiv unterstützen. So ist auch zu verstehen, dass Bildung nicht die Sache einer Institution, sondern eine gemeinsame Aufgabe darstellt. Bildung in Kindertagestätten lässt sich sachorientiert kategorisieren.

Die vorliegenden Leitlinien unterscheiden zwischen 6 Bildungsbereichen:

Die Bildungsbereiche dienen der Übersicht, ob Kinder im Laufe ihres Kindergartenbesuches Kontakt und Bildungserfahrungen in allen Bereichen gehabt haben.

Frau Christine Heberling / Leitung, wurde 2006 als Multiplikatorin für die Umsetzung der Bildungsleitlinien des Landes Schleswig-Holstein ausgebildet. Diese Position gewährleistet durch ein umfangreiches Fachwissen, die Qualität für eine gute und klare Umsetzung der Bildungsleitlinien.